Zecken bei der Katze

Zecken bei der Katze

Katzen sind für ihren Eigensinn bekannt und ihre Halter wissen nur selten, was in den Köpfen ihrer Samtpfoten vor sich geht. Die Katze bestimmt, wann Zeit zu kuscheln und wann die Schmusezeit beendet ist. Für Halter von Freigänger-Katzen kommt eine weitere Unbekannte hinzu: Sie wissen so gut wie nichts von den Abenteuern, die ihr Stubentiger draußen erlebt. Welchen „Ungetümen“ sie begegnen, wissen sie dafür oft allzu gut, denn einige davon bringen sie mit nach Hause: Zecken. Diese gehören wie die Milben zu den Spinnentieren und haben wie diese acht Beine.

Der Gefahr, von Zecken befallen zu werden, sind Freigänger-Katzen auf ihren Streifzügen nahezu überall ausgesetzt. Katzen sind im Vergleich zum Hund weniger anfällig für zeckenübertragene Krankheiten. Es gibt nur selten Berichte über Infektionen mit Babesien, Anaplasmen oder Borrelien. Für diese Tatsache gibt es vor allem zwei Erklärungsversuche: Die große Sorgfalt der Katze bei ihrer Fellpflege und die Wegstrecke ihrer Streifzüge. Bei ihren Erkundungen streifen sie wahrscheinlich seltener durch Wald- und Auengebiete, die Brutstätten von Zecken. Aber die Gründe für die Widerstandsfähigkeit von Katzen gegen von Zecken übertragene Krankheiten sind nicht erforscht und nur Vermutungen. Generell kann sich aber ein Zeckenstich entzünden und mit Bakterien infiziert werden. Auch die Blutmenge, die von den Zecken aufgenommen wird, kann erheblich sein. Eklig wird es dann, wenn teil- oder vollgesaugte Zecken in der Wohnung oder im Bett gefunden werden.

PROPHYLAXE IST GEFRAGT

Daher sollte Ihre Katze regelmäßig auf Parasiten abgesucht und diese entfernt werden.

Außerdem gibt es eine Vielzahl an Maßnahmen, die Ihre Katze vorsorglich gegen Zecken und Flöhe schützen können. Nähere Informationen dazu können Sie in den folgenden Artikeln nachlesen:

WIE SIE IHRER KATZE DIE ZECKEN ZIEHEN

Für eine Untersuchung des Katzenfells auf unerwünschte Begleiter eignet sich eine ausgedehnte Schmuseeinheit sehr gut. Brechen Sie die Suche – und natürlich das Schmusen – nicht nach dem ersten Zeckenfund ab. Ihr Tier kann durchaus von mehreren Zecken befallen sein. Suchen Sie immer den gesamten Körper Ihres Tiers ab, auch in den Ohren oder zwischen den Zehen.

Wie Sie eine Zecke fachgerecht entfernen, können Sie im Artikel „Ex und Hopp – Wie entferne ich eine Zecke?“ auf dieser Website nachlesen.

ZECKEN – KLEINE BLUTSAUGER AUF ACHT BEINEN

Die Saison der kleinen Spinnentiere setzt im Frühjahr ein und geht bis in den Oktober. Aber auch an milden Wintertagen können Zecken aktiv werden. Detaillierte Informationen zu den Aktivitätszeiten von Zecken können Sie im Artikel „Zecken – anpassungsfähig und wetterfest“ lesen.

Von den zahlreichen Zeckenarten ist in unseren Breiten vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) für Katzenhalter relevant. Eine ebenfalls im deutschsprachigen Raum verbreitete Zecke ist die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Zecken sitzen an Gräsern und in Büschen und warten auf eine vorbeistreifende Katze.

Alles Wissenswerte über Zecken finden Sie in unserem Artikel „Zecken – Kleine Blutsauger auf acht Beinen“.

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