Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Für viele Tierhalter gehört die Kuschelzeit zu den schönsten Momenten mit ihrem Vierbeiner. Nach langen Spaziergängen mit ihrem Hund in der Natur oder Ausflügen ihrer Katze, finden Tierhalter beim Schmusen oft kleine Störenfriede: Zecken. Häufig bringen Hunde und Katzen die unerwünschten Begleiter von ihren Streifzügen durchs Unterholz mit.

Zecken gehören zu den größten Verbreitern von Krankheiten weltweit und sind deshalb nicht nur lästig, sondern durchaus gefährlich. Zu den lebensbedrohlichen Krankheiten, die von Zecken übertragen werden zählen:

Wo und wann Zecken aktiv sind erfahren Sie hier.
Alles Wissenswerte über Zecken, können Sie hier nachlesen.

WAS TUN BEI EINEM ZECKENSTICH?

Landläufig spricht man von einem Zeckenbiss, aber Zecken beißen nicht, sie stechen. Nachdem sich die Zecke am Körper des Wirtstieres verankert hat, ritzt sie dessen Haut mit den Mundwerkzeugen auf, um den Stechrüssel in die Wunde zu schieben. Dabei unterbinden schmerzhemmende Substanzen im Speichel der Zecke eine akute Abwehrreaktion des Wirts, z.B. durch Kratzen.

Entdeckt man eine saugende Zecke, sollte man schnell reagieren. Ihren Spaziergang müssen Sie zwar nicht sofort abbrechen, aber mit der Entfernung des Parasiten sollten Sie nicht allzu lange warten. Es ist ratsam, immer ein Werkzeug zur Entfernung von Zecken mitzuführen, damit Sie sofort reagieren können. Sie sollten auf keinen Fall darauf warten, dass die Zecke von allein abfällt. Generell gilt: Ab einer bestimmten Anhaftdauer, die i.d.R. mindestens 24 Stunden beträgt, nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung mit der Saugdauer zu.

IST EIN ZECKENSTICH ROT, TUT DER TIERARZT NOT

Ist die Stelle mit dem Zeckenstich gerötet, geschwollen oder heiß, sollten Sie umgehend eine tierärztliche Praxis aufsuchen. Eine Entzündung kann das erste Symptom einer Infektionskrankheit sein, die von der Zecke übertragen wurde. Falls sich Ihr Tier infiziert hat, sollte die Behandlung schnell erfolgen.

TIPPS ZUR ZECKENPROPHYLAXE

Es ist ratsam Ihren Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken zu untersuchen. Auch Freigänger-Katzen sollten regelmäßig abgesucht werden. Auf der Suche nach der richtigen Einstichstelle krabbeln Zecken mitunter stundenlang auf einem Tier herum – ausreichend Zeit um sie abzusammeln und ihre Hoffnungen auf eine Blutmahlzeit zu enttäuschen.

Brechen Sie die Suche nicht nach dem ersten Zeckenfund ab. Ihr Tier kann durchaus von mehreren Zecken befallen sein. Suchen Sie immer den gesamten Körper Ihre Tiers ab. Auch in den Ohren oder zwischen den Zehen. Wer auch Zeckenlarven oder -nymphen entdecken will, sollte eine Lupe bei der Suche zu Hilfe nehmen. Die frühen Entwicklungsstadien von Zecken können Hunde und Katzen ebenfalls befallen und sind viel kleiner und deshalb schwerer zu entdecken.

Die meisten Hunde und Katzen lassen sich gerne kraulen und eine ausgedehnte Schmuseeinheit eignet sich gut, um Ihr Tier abzusuchen. Einige Tiere lassen sich jedoch ungern berühren oder sie sind an bestimmten Stellen sehr empfindlich. Das macht die Zeckensuche mitunter schwierig. Mit Futter oder Leckerlies lassen sich solche Klippen oft umschiffen. Holen Sie sich bei bedarf Hilfe, denn zu Zweit geht vieles leichter. Auch wenn sich die saugende Zecke an einer schwer erreichbaren Stelle befindet, ist eine zweite Person bei der Entfernung hilfreich. Die beste Maßnahme zum Schutz vor Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, ist eine geeignete Zecken-Prophylaxe, wie Kautabletten, Spot-ons oder Halsbänder.

SCHUTZMASSNAHMEN

Für Hunde und Katzen stehen verschiedene Methoden zum Schutz vor Zecken bereit. Informationen zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie in den folgenden Artikeln:

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